Stille und Retreat

Hoch oben auf der Hügelkette i Son mit der schönsten Aussicht auf den Osloer Fjord liegt der Sonneberg Pilgerhof. Er ist Eigentum der ökumenischen Peterstiftelsen. Um einen Hof gruppiert finden Sie hier vier Holzblokkhäuser mit 16 Gästezimmern/24 Betten und eine Kapelle die wie die Katakomben in der Erde liegt, aber von einem Lichtschacht über dem Altar erleuchet ist. Die Peterstiftelsen lädt hier zu Einkehrfreizeiten-Retreat, geistlicher Begleitung und Ausbildung ein. Oder nur zur Stille und Ruhe, um wieder zu sich selber zu kommen. Wir wünschen hier Alle willkommen, betont der Leiter der Stiftung, Joachim Grün.

 
 
 
 
 
 

Zusammen um stille zu sein

Die Formen der Einkehr sind verschieden. Einige kommen als Gruppe, andere alleine zuu Tagen der Stille oder nehmen mit anderen an Retreattagen teil. Aber allen gemeinsam ist die Stille und das Schweigen.

- In unserer gehetzten Gesellschaft entdecken ständig mehr Menschen das Geschenck der Stille, betont Joachim Grün. In einer Retreat zieht man sich zurück vom Stress und den vielen Impulsen, Anforderungen, Pflichten und den Geschäften des Alltages-um stille zu werden und beten zu können. Einkehr erleben viele als eine schöpferichen Pause, in der sowohl das Tempo wie unsere Schuldern sich senken. Das Aufsuchen von Stätten der Stille, des Gebetes, der Ruhe und Meditation ist eine alte und wohl erprobte Tradition in unserer abendländischen Kultur. Auch unser Meister selber, Jesus Christus, zog sich oft und regelmässig zurück in die Stille der Berge oder Wüste, zurück von der Geschäftigkeit, dem Dienst und den vielen Menschen. Hier in Norwegen wurde von protestantischer Seite das erste Retreatsenter in den 50-Jahren etabliert.

Peterstiftelsens Leiter, Joachim Grün, erzählt..

- Da ich in Deutschland Theologie studierte, nahm eine Vision in meinem Herzen Raum. 1984 kam ich nach Norwegen um meine norwegische Frau zu heiraten. Heute haben wir 3 Kinder und leben in der Nähe des Pilgerhofes. Diese Vision hat sich seit ich nach Norwegen umzog und auch in den Jahren, da meine Frau und ich in Modum Bad, einem grossen diakonischen ”Dorf” lebten und arbeiteten, ständig lebendig in mir gewahrt. Mit Hilfe von Edin Løvås, den wir den Vater der protestantischen Einkehrbewegung inn Norwegen nennen, wurde diese Vision bestätigt und so dann auch Wirklichkeit. Die Peterstiftelsen wurde von mir gegründet mit einem Stiftungsrat und dem ersten Sitz in Modum Bad. Nachdem wir 7 Jahre nach einem geeigneten Anwesen für ein Retreatzentrum gesucht hatten, fanden wir hier in Son den rechten Ort. Die Peterstiftelsen konnte 1995 günstig dieses wunderschöne Eigentum mit einer Gröse von 25000 m2  erwerben. Die beiden Häuser waren damals verkommen und eine umfassende Restauration, Um-und Ausbau musste durchgeführt werden. Wir bauten 2 neue Holzblokkhütten, eine alte, ökologische Bauweise, und haben auch auf ökologische Isolation geachtet. Uns liegt es am Herzen, dass dieser Ort auch in Zukunft das grüne Profil bewahrt und noch weiter ausbaut. Auch auf diese Weise kommen wir der Natur, uns selbst und unserem Schöpfer näher. Unser Gästezentrum besteht somit aus vier traditionellen norwegischen Holzhäusern, die alle eine gemütliche Stube haben. Nachdem die Bauperiode abgeschlossen war, konnten wir zu der ersten Retreat einladen. Die Einweihuung fand 1998 statt, geleitet von dem damaligen Bischof Even Fougner und unter Beteiligung von Vertretern von mehr als 20 verschiedenen Kirchen und Organisationen. Und damit kommen wir zu dem Hauptanliegen der Peterstiftelsen:

Peterstiftelsen ist eine christliche, ökumenische Organisation, die für die Gemeinschaft und Einheit der Christen  im und aus dem  Raum des Gebetes, arbeitet. Als unser christliches Glaubensfundament hat die Stiftung die Bibel, die altkirchlichen Glaubenbekenntnisse,  und die lutherische Rechtfertigungslehre als verpflichtend anerkannt., sagt Joachim Grün.

Geistliche Begleitung

Solåsen Pilegrimsgård ist ein Ort der geistlichen Begleitung, hier sind auch neue geistliche Begleiter ausgebildet worden. Alle sind hier willkommen, so wie man ist, mit dem Glauben, Zweifel, und der Sehnsucht, die der einzelne in sich trägt. Ob alleine, als Gruppe, als Ehepaar oder Organisation, Stab usw. Zu uns kommen Menschen, um Gott und sich selber wieder näher zu kommen und Hilfe zum einem geistlichen Leben und dem Gebet zu erhalten. Fragen die unsere Gäste bewegen können: wie finde ich Gott in meinem Leben, wie mich selber, was in meinem Leben hindert mein Gebet, Hilfen grundlegende Entscheidungen zu fällen. Wie kann ich mehr mit Jesus Christus eins werden. Das Gespräch kann als Beichte, Seelsorge vor sich gehen, aber meistens als Gebetsbegleitung. Hier geht es um die persönlichen Erfahrungen des Einzelnen. Der Begleiter aber geht zusammen mit dem anderen den Weg verwurzelt in dem gemeinsamen apostolischen Glauben der Kirche.

Tageszeitengebete

Gebete zu festen Tageszeiten bieten wir unseren Gästen an. Die Glocke in unserem Turm im Hof läutet 5 Minuten bevor wir uns zum Morgengebet (8.30), dem Mittagsgebet (12) und dem Abendgebet (21.30) in unserer Kapelle versammeln. Sie ist von einer besonderen Atmosphäre geprägt, die unsere Gäste wertschätzen. Ja viele kommen an unserem Ort in Kontakt mit  „Frieden“. Wir treffen uns, zusammen mit Nachbarn, die plötzlich dazukommen oder unseren Gästen oder auch nur als Team um zu beten, Gottes Wort zu meditieren, stille zu sein oder eine Gebetsgemeinschaft zu haben, Gebete aus den Psalmen im Wechsel zu beten, Fürbitte für die Not und konkrete Menschen zu haben und feiern jede Woche zusammen mit unserem Pfarrer das Abendmahl. Ob wir nur wenige oder viele sind ist nicht wichtig, aber das wir beten, auch in jedem Mittagsgebet für die Einheit der Christen, ist ein wichtiger Beitrag unserer Arbeit und Mittelpunkt für uns die wir hier wirken. 

Diese Tageszeitengebete haben eine alte Tradition, die ins Judentum und in die ersten christlichen Gemeinden zurückgeht. Wir folgen einer etwas vereinfachten klassischen Form. Sie ist tragend, da wir hier weitgehend direkt mit den Worten der Bibel beten, und nicht nur mit unseren eigenen. Sie haben sich als gute Hilfe in den Zeiten der Retreat erwiesen und helfen auch denen, die nicht daran gewöhnt sind selber laut zu beten. Unsere Kapelle steht Tag und Nacht offen und kann von unseren Gästen und Menschen, die um uns wohnt, jederzeit benutzt werden. Auch Kinder aus der Nachbarschaft können den Weg dorthin nehmen.

Neben den Tageszeitengebete haben wir Zeiten da wir zum stillen Gebet zusammen kommen.

Die Teilnahme an solchen Zeiten und dem gemeinsamen Gebet ist natürlich freiwillig. Jeder mag seinem inneren Bedarf folgen. Einige haben das tiefgreifende Bedürfnis nach inneren Gemeinschaft und geistlichem Beistand, während andere nur wünschen ungestört in der Stille, Gebet und Reflexion sein zu können. Wir haben dafür volles Verständnis und Respekt, wenn man „nur“ für sich sein möchte und Tage im Schweigen verbringt.

Die Peterstiftelsen hat neben dem Sonnenberg Pilgerhof auch noch zwei andere Arbeitszweige: Wir haben eine Ausbildung/Kurse zur christlichen Spiritualität und geistlichen Begleitung und geben eine Zeitschrift: „Over Alt“ und Bücher heraus.

Nehmen Sie gerne Kontakt auf: www.peterstiftelsen.no post@peterstiftelsen.no

Ein Pilger-warum nicht?

Ein Pilger-warum nicht?
Pilger, veraltet auch Pilgrim, stammt vom lateinischen Wort peregrinus, was Fremdling bedeutet. 
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